Historisches

 Wissenswertes über Wintersdorf 

 

Die tätsächliche Entstehungszeit von Wintersdorf ist bis heute in historisches Dunkel gehüllt, die Ortsnamensendung "dorf" lässt aber daraus schließen, dass sie in die Zeit des 7.-8. Jahrhundert fällt. 

Die schriftlichen Nachrichten über den Ort setzen im Jahre 799ein, als ein "Theoduni aus Winidharesdorph" seinen leibeigenen Otgis mit dem gesamten Besitz dem Benektinerkloster Weißenburg vermachte. 

Um 900 tritt wieder ein Kloster in der Ortsgeschichte auf, und zwar erhielt das Kloster Lorsch hier einen Hof, der zu einer Kirche gehörte, die - wie das Kloster bis 1616 dem hl. Nazarius geweiht war.

Eine Wende in Wintersdorf trat ein, als als am 16. November anno 968 Kaiser Otto I. seiner Frau Adelheid den Seltzer Königshof, die Stadt Seltz und 14 Gemeinden schenkte, zu denen auch Wintersdorf gehörte. Adelheid gründete darauf Kloster Seltz das fortan Grundherr war. Doch die Herrschaft wehrte nicht lange.

Schon 1333 übergab der Kaiser den Flackensteinernmit der Herrschaft Beinheim auch das dazugehörige Wintersdorf. Der Besitz wurde ihnen jedoch 1402 durch den Kauf der Zähringer streitig gemacht.

1424 stiftete der Markgraf von Baden der Wintersdorfer Nazariuskapelle eine Frühmesse, die von Bischof von Straßburg schriftlöich bestätigt wurde. Aus dieser Zeit stammt auch noch die heute erhaltene Turmkirche von Wintersdorf.